Seit vielen Jahren bestätigen die Statistiken immer wieder aufs Neue die traurige Realität, dass vor allem junge Führerscheininhaber zwischen 18 und 25 Jahren einem sehr hohen Unfallrisiko ausgesetzt sind. Mangelnde Fahrerfahrung und teilweise Selbstüberschätzung führen immer wieder zu schweren Unfällen, die für die Fahrer und Mitfahrer nicht selten mit bleibenden gesundheitlichen Schäden oder gar dem Tod enden. Die Fürsorgepflicht gebietet es unserem Staat, etwas gegen dieses Risiko zu tun. So wurde 1986 in der Bundesrepublik der Führerschein auf Probe eingeführt.

Unsere Termine für die nächsten ASF-Kurs / Aufbauseminare für Fahranfänger:

25.06.2016ASF Kurs Braunschweig Fahrschule
23.07.2016
27.08.2016
24.09.2016
29.10.2016
26.11.2016

Jeder Fahranfänger, egal welchen Alters, erhält seinen ersten Führerschein für den Pkw oder das Motorrad zunächst für zwei Jahre auf Probe. Dabei hat er dieselben Rechte und Pflichten wie die „alten Hasen“, die einzige Einschränkung, während der Probezeit gilt die 0,0-Promillegrenze. Allerdings steht der Fahranfänger in dieser Zeit unter besonderer Beobachtung. So sollen Defizite in der Ausbildung rechtzeitig erkannt und behoben werden. Jedem Kraftfahrer muss darüber hinaus klar sein, dass er als Führer eines Kraftfahrzeuges auch eine Verantwortung übernimmt. Leider fehlt manchem Fahrzeuglenker diese Einsicht, deshalb muss hier nachgearbeitet werden.

Alle Führerscheininhaber, die versuchen das in der Fahrschule gelernte auf der Straße umzusetzen, be- und überstehen die zwei Jahre Probezeit ohne Probleme. Diese Periode läuft automatisch aus, ohne das ein Antrag gestellt oder der Führerschein getauscht werden muss. Wer allerdings gegen die Straßenverkehrsordnung oder gegen andere Vorschriften verstößt, für den verlängert sich die Probezeit zunächst einmal auf vier Jahre. Alle Verkehrsordnungswidrigkeiten und Straftaten sind in zwei Kategorien eingeteilt. Kategorie A sind die Fehler, die auf keinen Fall passieren dürfen, die schwerwiegenden Zuwiederhandlungen. Hierzu zählen insbesondere solche Delikte, wie das Fahren ohne Führerschein oder unter Alkohol, Fahren mit überhöhter Geschwindigkeit oder ein Rotlichtverstoß. Unter Kategorie B fallen die weniger schwerwiegenden Delikte wie Kennzeichenmissbrauch oder mangelhafte Ladungssicherung. Wer genau nachschlagen möchte, im zentralen Bußgeldkatalog für Verkehrsordnungswidrigkeiten sind alle Verstöße genau aufgeführt.

Wer einmal nach Kategorie A oder zweimal nach Kategorie B erwischt wird, der muss zum Aufbauseminar für Fahranfänger (ASF). In diesem Seminar geht es weniger um eine Nachschulung der straßenverkehrsrechtlichen Vorschriften. Vielmehr findet eine Ursachenforschung statt. Der Fahranfänger soll im Erfahrungsaustausch mit anderen „Sündern“ erkennen, was er falsch gemacht hat, warum es zu diesem Fehlverhalten kam und welche Konsequenzen daraus entstehen können. Gemeinsam werden in dieser Schulung Strategien entwickelt, die helfen sollen, künftiges Fehlverhalten zu vermeiden.

In einem Aufbauseminar kommen mindestens sechs Teilnehmer zusammen. Der Kurs besteht aus vier Sitzungen zu je 135 Minuten Dauer und einer Fahrprobe.

Diese Seminare dürfen nur speziell ausgebildete Kursleiter durchführen. In unserer Fahrschule besitzen mehrere Fahrlehrer diese besondere Seminarberechtigung.

Übrigens, wer dieses Aufbauseminar verweigert, der verliert seine Fahrerlaubnis ganz!

Wir bieten Ihnen die Teilnahme an diesem ASF-Kurs an. Infos erhalten Sie vom Service-Team 0531-37003 173